Hartmannswillerkopf

Am Mittwoch, den 8.11.2017 besuchten die Klassen 9a und 9b – passend zu unserem derzeitigen Geschichtsthema im Unterricht - Schauplätze des 1. Weltkrieges. Während sich die Klasse 9b zum Lingekopf nahe Colmar aufmachte, besuchte die Klasse 9a den 957m hohen Hartmannswillerkopf nahe des Ortes Hartmannswiller.

Sowohl der Lingekopf als auch der Hartmannsweilerkopf sind Bergkuppen in den Südvogesen, die im 1. Weltkrieg Schauplätze blutiger Schlachten zwischen Deutschen und Franzosen und bitter umkämpft waren. Allein in den Schützengräben des Hartmannsweilerkopfes fielen schätzungsweise 25.000 bis 30.000 deutsche und französische Soldaten, weswegen der Berg auch „Menschenfresser“ oder „Berg des Todes“ genannt wird. Die erbitterten Kämpfe, die dort 1915 begannen und eineinhalb Jahre dauerten, waren extrem blutig und grausam. Durch ständige Angriffe und Gegenangriffe brachten mehrmals abwechselnd einmal die Deutschen, dann wieder die Franzosen die Bergkuppe unter ihre Kontrolle – einen Sieger gab es letztendlich nicht. So wird die Sinnlosigkeit des Krieges hier besonders eindrücklich.

Zunächst besuchten wir das Museum, das erst im August 2017 eingeweiht wurde. Hier schauten wir zur Einführung einen kurzen Film über die Ursachen des 1. Weltkrieges und verbrachten dann einige Zeit in der Ausstellung, in der der Verlauf und die Auswirkungen der Kämpfe am Hartmannswillerkopf sehr anschaulich und eindrücklich dokumentiert sind. Danach führte uns unser Gruppenführer zum Memorial, zur Krypta, in der sich ein Massengrab französischer Soldaten befindet und weiter zum Soldatenfriedhof. Anschließend machten wir eine Wanderung über das ehemalige Schlachtfeld. Hier finden sich bis heute Überreste der Stellungskämpfe, z.B. Stollen, Drahtverhaue und ein an die 90km langes Labyrinth aus Schützengräben. Das alles war sehr eindrücklich und auch ergreifend für uns.

Übrigens: ein Team des Fernsehsenders Arte hat uns auf unserer Führung begleitet, gefilmt und interviewt! Ihr könnt, wenn es euch interessiert, am Freitag, den 10.11. um 19.15h im Arte-Journal („actualités“) selbst anschauen.