Häufige Fragen

Was genau verstehen wir unter "Gemeinschaftsschule" und wodurch zeichnet sich der Unterricht an einer Gemeinschaftsschule aus?

Den Kern der Gemeinschaftsschule bildet die Sekundarstufe I, das heißt, die Klassenstufen 5-10. In allen Fällen, in denen eine Grundschule zur Gemeinschaftsschule gehören soll, bildet diese Grundschule die Primarstufe der Gemeinschaftsschule, das heißt, die Klassenstufen 1-4.

Eine Gemeinschaftsschule ist in den Klassenstufen 5-10 verpflichtende Ganztagsschule. Das bedeutet, dass an drei Tagen der Woche ein Ganztagsbetrieb mit rhythmisiertem pädagogischem Angebot gewährleistet ist. 

Durch längeres gemeinsames Lernen und durch bestmögliche individuelle Lernformen wird diese Schulart der Heterogenität der Schüler(innen) gerecht. Die Schüler(innen) lernen von- und miteinander und entwickeln dadurch auch wichtige soziale Kompetenzen. Beispielhaft einige konkrete Punkte ab Klasse 5:

  • schülerzentrierte Unterrichtsmethoden;
  • individuelle Lern- und Förderpläne für alle Schüler(innen);
  • selbstverantwortliches Lernen individuell und in variablen Gruppen;
  • Praktika in unterschiedlichen Lebensbereichen (Berufsorientierung);
  • Lehrer(innen) arbeiten im Team;
  • individuelle Leistungsrückmeldung, durch Ziffernoten ergänzt;
  • rhythmisierter, bewegter Schulalltag.


Welche Bildungsstandards werden vermittelt?

Alle Bildungsstandards werden vermittelt, d.h. Inhalte aller Bildungspläne (Werkrealschule, Realschule, Gymnasium). Um dem gymnasialen Standard auch im sprachlichen Bereich gerecht zu werden, werden zwei Fremdsprachen angeboten.

Die GMS ist eine leistungsstarke Schulform, die es jedem Kind ermöglicht, sein jeweiliges Potential voll auszuschöpfen und zu entfalten. Es ist Ziel der GMS den bestmöglichen Schulabschluss für jedes Kind zu gewährleisten.

Schüler(innen) können jederzeit auf ein allgemeinbildendes Gymnasium (oder andere Schularten) wechseln. Aus diesem Grund unterrichten Lehrkräfte aller Schularten an der GMS. Gewährleistet wird dies durch die hohen Qualitätsanforderungen, die das Kultusministerium an jede GMS stellt.



Welchen Schulabschluss kann mein Kind an der Jengerschule GMS in Ehrenkirchen machen?

Mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) nach Klasse 10 sowie den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10.



Welche Wege stehen nach dem Abschluss der 10. Klasse an einer GMS offen?

Nach erfolgreichem Abschluss der Klassenstufe 10 der Gemeinschaftsschule sind folgende Übergänge möglich:

  • Übergang in die gymnasiale Oberstufe eines allgemeinbildenden Gymnasiums (G9)
  • Übergang in berufliche Gymnasien
  • Übergang in die berufliche Ausbildung


Welche Lehrer(innen) werden an der GMS Ehrenkirchen unterrichten?

An der Jengerschule GMS Ehrenkirchen unterrichten Lehrer(innen) mit Werkrealschul-, Realschul- und gymnasialer Ausbildung.



Selbstverantwortliches Lernen im Lernatelier. Wie soll das funktionieren – macht da jeder, was er will?

Das Lernatelier ist die optimale Lernumgebung, damit die Schüler(innen) selbstverantwortlich arbeiten können. Bereits seit dem Schuljahr 2012/ 13 arbeiten die Schüler(innen) im Lernatelier, einem Schulraum mit einzelnen Arbeitsplätzen für jedes Kind und zwei Computerarbeitsplätzen. Jedes Kind hat ein Lerntagebuch mit Aufgaben in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch. Die Kinder teilen sich die Aufgaben, die vorher in Inputstunden behandelt wurden, selbstständig ein, mit dem Ziel zum Wochenende alle Aufgaben erledigt zu haben.

Seit dem Schuljahr 2013/14 arbeiten wir mit sogenannten Kompetenzrastern. Diese beschreiben klar, was in einem Zeitraum zu erreichen ist. Jeder Schüler weiß, wo er steht und auf welches Ziel er hinarbeitet, unterstützt von regelmäßigen „Coaching-Gesprächen“ mit einem zuständigen Lernbegleiter.

Eltern werden regelmäßig über die Lernstände ihrer Kinder informiert und können sich auch selbst einen Überblick verschaffen. Besser als in anderen Schulformen ist es dem Lernbegleiter (pädagogische Lehrkraft) möglich, die individuellen Fähigkeiten der Schüler(innen) zu fördern und damit deren Potential voll auszuschöpfen.



Werden Schüler(innen) mit Gymnasialempfehlung ausreichend gefordert und gefördert? Orientieren sich leistungsstarke Schüler(innen) nicht nach „unten“?

Die Lehrer(innen) achten insbesondere darauf, dass die Lernzeit im Rahmen der wöchentlichen Lernvereinbarungen effektiv und orientiert an der Leistungsmöglichkeit des Einzelnen genutzt wird.



Lernbegleiter(in) – was soll das sein?

„Lernbegleiter(in)“ ist in der GMS nur eine Bezeichnung für den Lehrer bzw. die Lehrerin. Die Lehrkräfte der GMS müssen genau wie alle anderen Lehrer(innen) das Lehramt studieren. Die Lehrer(innen) der GMS erwerben sich durch Fortbildungen die besonderen Kompetenzen für die neue Unterrichts- und Bewertungsform. Die Lehrer(innen) (Lernbegleiter(innen)) arbeiten im Team.



Wann beginnt die zweite Fremdsprache?

Wir beginnen mit Englisch als neuer Fremdsprache in Klasse 5 und die Fortführung des Grundschulfranzösisch zunächst im „Club“ (frei wählbare Unterrichtseinheiten, die vielfältige Kompetenzbereiche aller derzeitigen Schularten abdecken) anzubieten, bevor es in Klasse 6 bzw. 7 als zweite Fremdsprache hinzu gewählt werden kann.

Somit ist eine Übergangsmöglichkeit gewährleistet, falls der Wohnort gewechselt wird oder der Wunsch besteht ein Gymnasium oder eine Realschule zu besuchen.